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Lilienthal

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FAI Recognized Museum 1996

Special Commendation 1999

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Deutschland-Innovativ

Kultureller Gedächtnisort mit besonderer nationaler Bedeutung (Blaubuch der Bundesregierung 2001/2003)

 

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Neuerwerbungen

 

Zwei interessante Fluggeräte konnte das Museum im Oktober 2009 erwerben - mit einem kleinen Makel: der fehlenden Objektgeschichte, der Provenienz, wie es im Museum heißt. Der Hängegleiter, den das Museum von einem Schweizer Flieger-Ehepaar erwarb, dürfte großen Seltenheitswert haben. Bis auf die Distanzholme zwischen Ober- und Unterdeck und die fehlende Bespannung ist das Fluggerät in tatellosem Original-Zustand.

Fotografie des Objekts
Der Gleiter, in der Werkstatt des Vorbesitzers in der Schweiz

Das Fluggerät zeigt den in den 20-er Jahren erfolgten Schritt vom Prinzip des Hängegleiters (Lilienthal) zum Segelflugzeug. Das Cockpit ist noch das des Hängegleiters, an dessen Kufen aber schon Steuerorgane für ein Seiten- und ein Höhenruder angebracht sind.
Wer weiß mehr über diesen vermutlich aus Süddeutschland stammenden (und wie mehrere fachmännisch ausgeführte Reparaturen zeigen) offensichtlich häufig geflogenen Apparat?

Der zweite, in Berlin erworbene Hängegleiter wurde dem Museum mit perfekter Provenienz übergeben - von der Kaufurkunde über die Bedienungsanleitung bis zur letzten Überprüfung. Es ist ein "Ikarus 700", ein Hängegelter (Drachen) von 1979. Auffällig ist hier die Segelbemalung.

Bild Objekt
Ikarus 700 mit Pegasus

Auch hier bittet das Museum um Mithilfe: Der durch seine Bemalung auffällige Drachen ist häufig am Schloss Neuschwanstein geflogen und dort unzählige Male gefilmt und fotografiert worden. Nur, der Besitzer (und damit das Museum) besitzt keine Aufnahme des Drachens im Flug in dieser Kulisse.

Deshalb das Angebot des Museums: Für einen Film oder eine Fotoserie des Drachens in Neuschwanstein bietet das Museum einen Exklusiv-Museumsbesuch einschließlich Abendessen für 2 Personen.

Museumswerkstatt

 

Die Zusammenarbeit des Museums mit dem Lilienthal-Gymnasium der Stadt Anklam und die Förderung durch das Kultusministerium des Landes tragen neue Früchte: Im Gymnasium ist eine Flugzeugwerkstatt der besonderen Art entstanden: Hier entstehen Lilienthalsche Flugapparate auf dem aktuellen Wissenstand und die im Museum vorhandenen Rekonstruktionen der Lilienthalschen Flugapparate werden einer dringend erforderlichen Verjüngungskur unterzogen.

detail Detailfoto detailfoto

 

das Projekt "Ikareum"

 

Logo Ikareum

Das Projekt "Ikareum" ist das ehrgeizigste langfristige Projekt, welches die Hansestadt Anklam mit "ihrem" Otto-Lilienthal-Museum verfolgt, der Wiederaufbau der Taufkirche Lilienthals unter dem weit über die Technikgeschichte hinausgehenden Thema des "sich erhebenden Menschen":

Wesentlich älter als erste technische Versuche und mit der Verwirklichung des Menschenflugs längst nicht beendet, ist das Flugmotiv wie der Bau in den Himmel ragender Kirchtürme Symbol des himmelwärts strebenden Menschen. "So erfüllen sich unsere Träume, wie das Fliegen, einer nach dem anderen zu Tode. Kannst du einen neuen Traum haben?", fragte der Nobelpreisträger Elias Canetti 1973.

Das Kunstwort aus "Ikarus" uund "Museum" beschreibt das kulturgeschichtliche Thema. Bereits im Jahre 2007 lautete der Titel einer Sonderausstellung in der Kirche "Ikarus - der fliegende Mensch".

Lilienthals Vison vom durch das Flugzeug verwiklichten dauerhaften Friedens und die Zerstörung seiner Taufkirche in den letzten Tagen des 2. Weltkrieg schaffen den geradezu natürlichen Rahmen für die Darstellung des Themas.

Im verwirklichten Projekt wird auch die Sammlung Burghardt (1. Hängegleitermuseum der Welt ®) einen dauerhaften, würdigen Ausstellungsort finden.

Foto

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100 Jahre Motorflug in Deutschland

Im Jahre 1909 führte Orville Wright vom 4. bis zum 20. September auf dem Tempelhofer Feld in Berlin Demonstrationsflüge durch, bei denen er Weltrekorde und das Interesse von 350 000 Zuschauer errang. Nach einem Jahrhundert, das man auch das von Luft- und Raumfahrt nennt, waren Veranstaltungen in Deutschland Fehlanzeige. Das war in anderen Ländern anders.

2003 feierten die USA unter nationaler Schirmherrschaft 100 Jahre Motorflug. "Born of Dreams - Inspired by Freedom" war das Motto der "US Centennial of Flight Commission".

Im Jahr 1908 hatte die Europa-Premiere des Motorflugs der Gebrüder Wright in Frankreich stattgefunden. Dort wurde der Ereignisse ebenfalls gedacht und auch das Lilienthal-Museum war beteiligt.

Medieninformation (pdf, 8 KB)

Foto
 Lilienthal-Gleiter in der Ausstellung 'Pionniers de l'Aviation' im "Abbaye de l'Epau" , einem ehemaligen Kloster in Le Mans

Der Hintergrund: Einer der Flugschüler in Le Mans war der Comte de Lambert (1865 - 1944). Dieser hatte 1894 bei Lilienthal einen Flugapparat gekauft. Die Original-Bauzeichnung befindet sich heute im Otto-Lilienthal-Museum.

...mehr zu den Gebrüdern Wright in Europa

Sonderausstellung

„Ottomar Anschütz – die Sekunde der Wahrheit“

Ausstellung über den Lilienthal-Fotografen und Pioniers der Momentfotografie und des Films Ottomar Anschütz

Medieninformation (pdf, 122 KB)
Medieninfo (html) incl. Pressefotos

Zu den wertvollen Beständen des Museums gehören die Lilienthal-Fotografien von Ottomar Anschütz. Erst in jüngster Zeit wurde Anschütz in der Geschichte der Fotografie und der des Films einer der herausragenden Plätze zugewiesen. Die ersten öffentlichen Vorführungen bewegter Bilder, der Schritt vom "Lichtbild" zum Dokumentarfoto und wesentliche Teile des Fotoapparates sind mit seinem Namen verbunden. Das Museum erinnert mit Dokumenten und verblüffenden Fotografien an den fast vergessenen Fotografie- und Technikpionier.

In der Ausstellung wird auch die jüngst erworbene "Goertz - Patent Anschütz" Kamera gezeigt. Mit ihr beginnt die Kooperation von Ottomar Anschütz mit der "Optischen Anstalt C. P. Goertz" in Berlin. Die Belichtungszeit wird intern, durch Verkürzung eines um den Schlitz laufenden Fadens eingestellt. Noch im selben Jahr verbessert Goertz den Schlitzverschluss und macht ihn von außen bedienbar. 1891 enthält der Hauptkatalog die Ankündigung der Alleinfabrikation und des Alleinvertriebs des "Anschütz-Moment-Apparates".

Foto: Detail-Ansicht Kamera

1896 heißt es im Katalog "Der 'Goertz-Anschütz-Klapp-Apparat' hat in seiner jetzigen Form [...] eine solche Vervollkommnung erreicht, daß seine Leistungsfähigkeit wohl kaum noch übertroffen werden kann." (ebenfalls in der Ausstellung)

"Leuchtfeuer" 2009 auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt

Die im "Blaubuch" der Bundesregierung verzeichneten Kulturellen Gedächtnisorte" präsentieren sich in einen beeindruckenden Band unter dem Titel "Leuchtfeuer. 20 kulturelle Gedächtnisorte", Wiederstedt 2009, (ISBN 3-9808594-7-9). Der Band präsentiert 20 Geschichten um berühmte Persönlichkeiten aus Deutschland, die auch Geschichten aus ihren Museen sind.

 

Interessantes Exponat im "Aeronauticon"

Der Fahrzeugkonvoi auf der Zecheriner Brücke zog einige Blicke auf sich: ein futuristisch anmutendes Flugzeug auf seinem eher traurigen Weg ins Museum. Die "TT-62 Alekto", Prototyp des Heringsdorfer Unternehmens "High Performance Aircraft", war in ihrem Leben nur 15 Minuten in der Luft.

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Ankunft in Anklam

Das ehrgeizige Projekt eines "Superfliegers" von der Insel Usedom ist nun Geschichte. Die Firma ging 2006 in Insolvenz. Der Flieger hatte viele konstruktive Besonderheiten: zwei Propeller "jetlike" an Pylonen, zwei Dieselmotoren, eine Design-Studie von Colani, elegante weiße Ledersitze ... . Der Erstfllug am 22. Februar 2005 brachte dann aber nicht den Durchbruch, sondern das endgültige Scheitern des Projekts.

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Die Maschine vor der Demontage in Heringsdorf

Jetzt ist die Maschine zum attraktiven Exponat im Aeronauticon geworden. Es bildet damit einen interessanten Kontrast zu den historischen Anklamer Fliegern und den anderen, weniger kostenintensiven ultraleichten und Sportflugzeugen, die sonst auf dem Flugplatz zu sehen sind.


Fotografien und Logo
(Pressefoto1 780 KB - Pressefoto2 175 KB)

Auch der vor Jahren mit der Hängegleitersammlung Burghardt übernommene Drachen-Transporter leuchtet seit kurzem in den Farben des Aeronauticons. Wir danken dem LIONS-Club "Otto Lilienthal" der Hansestadt Anklam für die Unterstützung!

Design VW T1

Hinter den Kulissen

museum.net nennen wir ein Projekt, das hinter den Kulissen, in der Museumsverwaltung verwirklicht wurde. Die Museumsdaten (die Sammlungs-, Bibliotheks- und Archivkataloge) sind so strukturiert worden, dass zu ihrer Anzeige und Bearbeitung ein Browser genügt. Das vom Kultusministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern 2003 und 2008 unterstützte Projekt gestattet es auch Museumsbesuchern (den realen oder den im Internet) auf (fast) alle Daten zuzugreifen.

- weitere Informationen

 
 
   
   
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  Otto-Lilienthal-Museum     Impressum © 1997     Letzte Änderung:09.03.10