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USA feiern Lilienthal als Vorgänger der Wrights
1893: Lilienthal fliegt 250 m im Gleitflug. 1903: Wilbur Wright fliegt 260 m mit Motor. Soweit die Geschichte. Weniger bekannt ist, dass die amerikanischen Brüder Wright später zum motorlosen Flug zurückkehrten. Am 24. Oktober 1911 blieb Orville Wirght knapp 10 Minuten motorlos in der Luft: über 10 Jahre gültiger Weltrekord. Des Ereignisses wurde mit der mehrtägigen Veranstaltung "Soaring100" gedacht, an der das Otto-Lilienthal-Museum beteiligt war. Das Projekt "Ikareum"
Die Nikolaikirche - Taufkirche Otto Lilienthals hat ihre neues, altes Dach bekommen.
Damit kommt die Verwirklichung des Projektes "Ikareum", welches die Hansestadt Anklam mit "ihrem" Otto-Lilienthal-Museum verfolgt, ein sichtbares Stück voran. Die Taufkirche Lilienthals soll nach ihrem vollständigen Wiederaufbau dem weit über die Technikgeschichte hinausgehenden Thema des "sich erhebenden Menschen" gewidmet werden.
Im verwirklichten Projekt wird auch die Sammlung Burghardt (1. Hängegleitermuseum der Welt ®) einen dauerhaften, würdigen Ausstellungsort finden. Neuerscheinung
Eine "etwas andere" Lilienthal-Biografie ist zur großen Freude des Museums wieder lieferbar: das Buch "Flügelotto". Gezeichnet wurde die Geschichte von dem Kinderbuchillustrator Klaus Vonderwerth und erzählt von Peter Tille, der schon andere schwierige Themen für Vorschüler verständlich gemacht hat.
Neuerwerbungen
Die Berliner Künstlerin Angelika von Stocki hat dem Otto-Lilienthal-Museum 13 Arbeiten aus ihrem Fotografie-Zyklus "Imaginationen über Ikarus - Hommage à Otto Lilienthal" als Schenkung übergeben. Die Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, darunter in Österreich und in den USA.
Der Kontakt mit dem Museum besteht seit einer Sonderausstellung von Frau von Stocki 1992 in Anklam. Zwei interessante Fluggeräte konnte das Museum im Oktober 2009 erwerben - mit einem kleinen Makel: der fehlenden Objektgeschichte, der Provenienz, wie es im Museum heißt. Der Hängegleiter, den das Museum von einem Schweizer Flieger-Ehepaar erwarb, dürfte großen Seltenheitswert haben. Bis auf die Distanzholme zwischen Ober- und Unterdeck und die fehlende Bespannung ist das Fluggerät in tatellosem Original-Zustand.
Das Fluggerät zeigt den in den 20-er Jahren erfolgten Schritt vom
Prinzip des Hängegleiters (Lilienthal) zum Segelflugzeug. Das Cockpit
ist noch das des Hängegleiters, an dessen Kufen aber schon Steuerorgane
für ein Seiten- und ein Höhenruder angebracht sind. Der zweite, in Berlin erworbene Hängegleiter wurde dem Museum mit perfekter Provenienz übergeben - von der Kaufurkunde über die Bedienungsanleitung bis zur letzten überprüfung. Es ist ein "Ikarus 700", ein Hängegelter (Drachen) von 1979. Auffällig ist hier die Segelbemalung.
Auch hier bittet das Museum um Mithilfe: Der durch seine Bemalung auffällige Drachen ist häufig am Schloss Neuschwanstein geflogen und dort unzählige Male gefilmt und fotografiert worden. Nur, der Besitzer (und damit das Museum) besitzt keine Aufnahme des Drachens im Flug in dieser Kulisse. Museumswerkstatt
Die Zusammenarbeit des Museums mit dem Lilienthal-Gymnasium der Stadt Anklam und die Förderung durch das Kultusministerium des Landes tragen neue Früchte: Im Gymnasium ist eine Flugzeugwerkstatt der besonderen Art entstanden: Hier entstehen Lilienthalsche Flugapparate auf dem aktuellen Wissenstand und die im Museum vorhandenen Rekonstruktionen der Lilienthalschen Flugapparate werden einer dringend erforderlichen Verjüngungskur unterzogen.
Ausstellung zur Fotografie„Ottomar Anschütz – die Sekunde der Wahrheit“Ausstellung über den Lilienthal-Fotografen und Pioniers der Momentfotografie und des Films Ottomar Anschütz Medieninformation
(pdf, 122 KB) Zu den wertvollen Beständen des Museums gehören die Lilienthal-Fotografien von Ottomar Anschütz. Erst in jüngster Zeit wurde Anschütz in der Geschichte der Fotografie und der des Films einer der herausragenden Plätze zugewiesen. Die ersten öffentlichen Vorführungen bewegter Bilder, der Schritt vom "Lichtbild" zum Dokumentarfoto und wesentliche Teile des Fotoapparates sind mit seinem Namen verbunden. Das Museum erinnert mit Dokumenten und verblüffenden Fotografien an den fast vergessenen Fotografie- und Technikpionier. In der Ausstellung wird auch die jüngst erworbene "Goertz - Patent Anschütz" Kamera gezeigt. Mit ihr beginnt die Kooperation von Ottomar Anschütz mit der "Optischen Anstalt C. P. Goertz" in Berlin. Die Belichtungszeit wird intern, durch Verkürzung eines um den Schlitz laufenden Fadens eingestellt. Noch im selben Jahr verbessert Goertz den Schlitzverschluss und macht ihn von außen bedienbar. 1891 enthält der Hauptkatalog die Ankündigung der Alleinfabrikation und des Alleinvertriebs des "Anschütz-Moment-Apparates".
1896 heißt es im Katalog "Der 'Goertz-Anschütz-Klapp-Apparat' hat in seiner jetzigen Form [...] eine solche Vervollkommnung erreicht, daß seine Leistungsfähigkeit wohl kaum noch übertroffen werden kann." (ebenfalls in der Ausstellung) Interessantes Exponat im "Aeronauticon"Der Fahrzeugkonvoi auf der Zecheriner Brücke zog einige Blicke auf sich: ein futuristisch anmutendes Flugzeug auf seinem eher traurigen Weg ins Museum. Die "TT-62 Alekto", Prototyp des Heringsdorfer Unternehmens "High Performance Aircraft", war in ihrem Leben nur 15 Minuten in der Luft.
Das ehrgeizige Projekt eines "Superfliegers" von der Insel Usedom ist nun Geschichte. Die Firma ging 2006 in Insolvenz. Der Flieger hatte viele konstruktive Besonderheiten: zwei Propeller "jetlike" an Pylonen, zwei Dieselmotoren, eine Design-Studie von Colani, elegante weiße Ledersitze ... . Der Erstfllug am 22. Februar 2005 brachte dann aber nicht den Durchbruch, sondern das endgültige Scheitern des Projekts.
Jetzt ist die Maschine zum attraktiven Exponat im Aeronauticon geworden. Es bildet damit einen interessanten Kontrast zu den historischen Anklamer Fliegern und den anderen, weniger kostenintensiven ultraleichten und Sportflugzeugen, die sonst auf dem Flugplatz zu sehen sind.
Auch der vor Jahren mit der Hängegleitersammlung Burghardt übernommene Drachen-Transporter leuchtet seit kurzem in den Farben des Aeronauticons. Wir danken dem LIONS-Club "Otto Lilienthal" der Hansestadt Anklam für die Unterstützung! Hinter den Kulissenmuseum.net nennen wir ein Projekt, das hinter den Kulissen, in der Museumsverwaltung verwirklicht wurde. Die Museumsdaten (die Sammlungs-, Bibliotheks- und Archivkataloge) sind so strukturiert worden, dass zu ihrer Anzeige und Bearbeitung ein Browser genügt. Das vom Kultusministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern 2003 und 2008 unterstützte Projekt gestattet es auch Museumsbesuchern (den realen oder den im Internet) auf (fast) alle Daten zuzugreifen. |
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| Otto-Lilienthal-Museum Impressum © 1997 Letzte Änderung: 09.11.11 | |||||||||