Fotoarchiv Lilienthal
   
Eine der wichtigsten Quellen unseres Wissens über Lilienthals Flugtechnik
ist die große Zahl erhaltener Fotografien, die im Zeitraum 1891
bis 1896 während Lilienthals Flugübungen entstanden. Sie sind
Dokumente der Luftfahrtgeschichte ebenso, wie Dokumente der Fotografiegeschichte.
Durch empfindliches Filmmaterial und schnelle Kameraverschlüsse war
die "Schnell- oder Augenblicksfotografie", die Herstellung "lebender
Bilder" als Vorstufe des Films möglich geworden. Lilienthal
ließ sich regelmäßig von Fotographen begleiten, um die
Entwicklung seiner Flugtechnik zu dokumentieren. Viele seiner Fotografen
(vielleicht alle) sind bekannt. Die Bilder sind von teilweise ausgezeichneter
Qualität. Die schönsten der Flugbilder verwendete Lilienthal
in seinen Jahresberichten. Die Negative (Glasplatten)
sind heute ausnahmslos verschollen. Im Deutschen
Museum München und im Otto-Lilienthal-Museum sind große
Sammlungen (Positive - größtenteils Albumin-Abzüge) vorhanden.
Einzelne weitere Fotografien befinden sich in anderen Archiven.
Im Folgenden sind die 137 heute bekannten Fotografien dokumentiert, die während der Flugübungen
entstanden. Über das online-Archiv des Museums haben Sie Zugang zum Gesamtbestand des Museums.
Die Verwertung der digitalen Fotografien in der vorliegenden Form (digimarc-Registrierung)
ist für nicht-kommerzielle Zwecke unter folgenden Bedingungen erlaubt:
- Angabe der folgenden Quelle:
Archiv Otto-Lilienthal-Museum / www.lilienthal-museum.de
- Nachricht über die Verwendung an folgende Adresse:
info@lilienthal-museum.de
Alle Bilder im Besitz des Otto-Lilienthal-Museums liegen darüber
hinaus als Trommel- oder Flachbettscans (je nach Original) in einer Auflösung
von >= 1200 dpi vor und sind dort auf Anforderung
erhältlich.
An der Verwirklichung dieses Archivs haben in besonderem Umfang Anteil:
- Frau Arens-Kröger (Enkeltochter Otto Lilienthals)
- das Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Landes
Mecklenburg-Vorpommern
- Redaktion Anklamer
Zeitung / Verlag Nordkurier
Chronologisches Fotoarchiv
1891
18 Fotografien von Carl
Kassner am Windmühlenberg Derwitz/Krielow bei Potsdam. Scheinbar wurden sie an zwei verschiedenen Tagen aufgenommen.
Eine Serie entstand am Sonntag, dem 27. September, anläßlich eines "Familienausflugs". Die zweite zeigt Lilienthal bereits im professionellen "Fliegerdress". Bei seinem Vortrag vor dem "Verein zur Förderung
der Luftschiffahrt" am 16. November zeigt er die Fotografien bereits,
wie das Protokoll vermerkt. Kassner war Meteorologe am Preussischen Meteorologischen
Institut, dessen Mitarbeiter eine wichtige Rolle im Verein spielten. Auch
Kassner wurde 1892 Mitglied.
1892
8 Fotografien, wieder von Carl
Kassner, vermutlich alle vom 07. August, sind erhalten. Dokumentiert
wird der neue Apparat mit beidseitig bespannter Tragfläche. Als Flugplatz
diente die Stechwand einer Kiesgrube in Steglitz-Südende bei Berlin.
1893
Aus dem Jahre 1893 sind zwei Fotoserien bekannt:
18 Fotografien von Ottomar
Anschütz von der Fliegestation an der Steglitzer Maihöhe.
Eine Aufnahme von H. Kistenmacher erscheint beim Verein zur Förderung
der Fotografie. 8 Aufnahmen von Alex
Krajewski sind vom Hauptmannsberg in den Rhinower Bergen erhalten.
1894
Am 16. August und am 14. September fotografiert Ottomar
Anschütz an Lilienthals Fliegeberg.
Auch Krajewski fotografiert am Fliegeberg.
Neben dem Normalapparat (30 Abb.) wird der kleine Schlagflügelapparat
(5 Abb.) dokumentiert. Einige nicht genau bezeichnete Fotos sind vermutlich
diesen 3 Serien zuzuordnen.
1895
In das Jahr 1895 werden 55 erhaltene Fotografien
eingeordnet. Am 29. Mai, am 29. Juni, sowie am 7. und 19. Oktober fotografiert
Richard Neuhauss neben dem Normalapparat
beide Doppeldecker und den Vorflügelapparat. Ferner existieren
Bilder von Regis, Krajewski
und Preobrashinski. Alle Aufnahmen entstanden
am Fliegeberg in Lichterfelde.
1896
Vermutlich sind nur 3 erhaltene Aufnahmen
des Amerikaners Robert W. Wood und zwei
Bilder des Absturzapparates in das Jahr 1896 einzuordnen. Wood fotografierte
am 2. August, eine Woche vor Lilienthals Absturz, am Gollenberg bei Stölln.
Die Bilder des Absturzapparates wurden im Hof der Maschinenfabrik Lilienthals
gemacht.
Sammlung
Lilienthal (Auswahl)
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